Montys Geschichte begann in Frankreich als ehemaliger Jagd-Meute Hund. Ausgesondert und aussortiert kam er nach Deutschland in unser Tierheim als sozial fähiger Artgenosse.
Es ist bei keinem unserer Schützlinge das Ziel, dass sie bei uns bleiben. Für jeden sollten wir nur ein Zwischenstopp im Lebenslauf sein. Ein Stolperstein in ein schönes Zuhause.
Die Realität wollte es mit Monty wohl anders haben. Dreimal wurde er vermittelt, jedes Mal hatten wir uns für immer verabschiedet. Jedes Mal kam er dann doch wieder zu uns zurück.
Warum, fragt ihr euch?
Ja … manche Deckel sind schwer zu finden für die jeweiligen Töpfe. Aber nichts ist unmöglich!
Unser alter Hase entpuppt sich als einer, der gerne alles zur rechten Zeit haben mag.
Zu früh das Frühstück? Bei schlechtem Wetter raus? – Nicht mit ihm!
Findet etwas außerplanmäßig statt, muss man ihm das gut verkaufen, dann macht er mit. Andernfalls hat man dann einen Griesgram an der Seite, der alles murrend kommentiert.
Menschen sind ihm auch nicht so wichtig, nichts Neues für einen waschechten Meutehund.
Ab und an mal zum Kuscheln vorbeikommen – gerne!
Mit dir seinen Raum oder Körbchen teilen? – Absolut nicht!
Da bringt er dann seine 42 Argumente mit, die er auch ernsthaft einzusetzen weiß. Ein Hoch auf die Erfindung des Maulkorbs! Diesen trägt er problemlos, aber natürlich nur, wenn man sich an seinen routinierten Ablauf hält.
Unser Franzose ist nun schon ein „alter Hase“ bei uns im Tierheim. Mittlerweile könnte man bei ihm schon sagen, dass er bei uns Zuhause ist. Immerhin ist er inzwischen wieder seit sechs Jahren bei uns. Und trotzdem suchen wir auch für ihn weiter nach einem eigenen Zuhause. Am liebsten mit einem großen Grundstück, einem Ort nur für ihn, einem besten Freund und einem geregelten Tagesablauf.
Wer möchte ihm endlich eine echte Chance geben?